Aktuelle Meldung:
Gemälde des Malers Hartmut Bleß in der UEK-Aurich » mehr
 Unfall- & orthopädische Chirurgie » Patienteninformationen » Senk-/Spreizfuß » 

Senk-/Spreizfuß

Der Spreizfuß ist die häufigste erworbene Fehlstellung des Fußes. Dabei kommt es durch die Absenkung des Fußquergewölbes zu einer Verbreiterung des Vorfußes.

Bei einem Senkfuß dagegen handelt es sich um eine Absenkung des Längsgewölbes des Fußes, also eine Abflachung der Wölbung vom Vorderfußballen zur Ferse. Sind beide Gewölbe betroffen, liegt ein Senk-/Spreizfuß vor.

Ursache
In der Regel entstehen Senk-/Spreizfüße durch:

  • untrainierte Fußmuskulatur
  • ungeeignetes, ungesundes Schuhwerk
  • Fehlstellungen der Beine (O- oder X-Beine)
  • Übergewicht
  • Bindegewebsschwäche
  • erbliche Disposition (eher selten)

Beschwerden
Bei einem Senk-Spreizfuß kommt es zu einer chronischen Fehlbelastung der Knochen und Gelenke. Auch Muskeln, Sehnen und Bänder werden dauerhaft einseitig belastet und überdehnt. Die Folge – insbesondere im Bereich der fehlbelasteten Mittelfußköpfchen – sind die Ausbildung schmerzhafter Schwielen oder “Hühneraugen” und Nervenreizungen. An der Innenseite des Vorfußes entsteht nicht selten ein schmerzhafter knöcherner Vorsprung, der so genannte Frostballen. Außerdem begünstigt ein Senk-Spreizfuß die Entstehung von Krallen- und Hammerzehen.

Behandlung
Bei leichter Ausprägung eines Senk-Spreizfußes kann die normale Fußstatik mit Hilfe von orthopädischen Einlagen in vielen Fällen wiederhergestellt werden. Zusätzlich sollte mit spezieller Krankengymnastik und gezieltem Muskeltraining die Verbesserung der Fußstatik aktiv unterstützt werden.
 
Sollte die konservative Behandlung nicht zum gewünschten Erfolg führen, und der Senk-Spreizfuß weiterhin Schmerzen verursachen, kann eine Operation angezeigt sein. Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher operativer Verfahren, mit deren Hilfe die Fehlstellungen des Fußes korrigiert und eine Wiederherstellung der Statik erreicht werden können. Welche Operationsmethode zur Anwendung kommt, entscheidet der behandelnde Arzt in Abhängigkeit von Beschwerden und Befund.

© 2009 Unfall- und orthopädische Chirurgie der Ubbi-Emmius-Klinik Aurich